Grossartiges Mittelmeer mit der OLYMPIA EXPLORERIch hab sie mir angeschaut die Olympia Explorer und ich war begeistert.Ein wirklich schönes Schiff. Deshalb hab ich mich auch ganz spontan dazu entschlossen, eine Woche östliches Mittelmeer einzuschieben. Leider war der Bus schon voll und deshalb sind wir mit dem Zug nach Venedig gefahren. Ein kleines Abenteuer, die Züge der DB sind auch nicht das was sie immer vorgeben zu sein. Liegewagen war nicht zu bekommen, deshalb haben wir uns einfach in unserem Abteil breit gemacht. Bequem war es allerdings nicht, aber Venedig hat uns für die Ungemach entschädigt. Das Wetter war nicht besonders, die Stadt schon. Nach einigem Suchen fanden wir auch den Bus zum Kreuzfahrt-Terminal und ab da wars einfach nur noch schön. Der Check-In verlief reibungslos und sehr schnell, die Kabine war sehr schön und unsere Koffer standen schon vor der Kabinentür. Auspacken, Seenot-Rettungsübung und dann nur noch relaxen, der Beginn einer schönen und erlebnisreichen Woche. Der Tisch im Speisesaal, den uns der Maitre zuwies, war ein Glückstreffer. Wir hatten einen herrlichen Blick durch die Panoramafenster auf den jeweiligen Hafen, die Ober waren sehr aufmerksam und zuvorkommend und die Tischrunde sehr sehr nett. Das Essen war ausgezeichnet nur der Kaffee war miserabel. "Watercoffee"??? fragte unser Ober jeden Abend und erklärte uns das er persönlich Nescafé trinken würde, den hatten wir leider nicht dabei. An dieser Stelle auch gleich noch ein Wort zu den Getränkepreisen. Ich fand sie einfach zu teuer. Ich schaue zwar nicht unbedingt aufs Geld wenn ich Urlaub mache, aber eine gute Flasche Wein für € 41,-- plus 10% Bedienungsgeld finde ich schon teuer und da überlege ich mir auch ob ich mir noch eine gönne. Ob man damit dann das grosse Geschäft macht wage ich zu bezweifeln. Ich denke eher weniger wäre hier mehr. Das ist aber auch alles was ich zu bemängeln hätte. Die Olympia Explorer gilt als das schnellste Kreuzfahrtschiff der Welt und entsprechenden Speed hat sie auch vorgelegt. In der Bugwelle hätte man leicht Wasserski fahren können. Ich fands schön, einige Mitreisende beklagten allerdings die manchmal recht starken Vibrationen des Schiffes und vor allem, das es kaum windgeschützte Liegeplätze gab. Bei sommerlichen Temperaturen ist der Fahrtwind sicher sehr angenehm, Ende Oktober war es aber schon manchmal recht frisch an Deck, was aber kaum jemand davon abhielt, schon am frühen Morgen seinen Deckstuhl zu belegen. Vor allem die Deutschen Gäste legen diese Unart immer wieder an den Tag und ich frage mich jedes Mal wieder ob das wirklich sein muss? Die Route die die Olympia Explorer in diesen 8 Tagen fährt ist fast Olympia-reif. Wir legten um 17.00 Uhr in Venedig ab und liesen die in der Dämmerung versinkende Stadt bald hinter uns um am nächsten Morgen pünktlich in Dubrovnik zu sein. Dubrovnik haben wir...wie übrigens alle anderen Stationen auch, auf eigene Faust erkundet. Mit dem Bus in die Stadt zu fahren ist keine Kunst, er hielt gleich hinter unserer Anlegestelle und in der Stadt gibt es so viel zu sehen, das man aufpassen muss das man die Abfahrt des Schiffes nicht verpasst. Mittags legte die OEX ab Richtung Bari, das wir am späten Nachmittag erreichten. Leider ist es Ende Oktober schon früh dunkel, sodass wir Bari nur bei Nacht erleben konnten. Der Weg vom Hafen in die Stadt ist leicht zu finden und selbst wenn man sich in den engen, verwinkelten Gässchen mal verläuft, den Weg zurück in den Hafen findet man leicht, er ist hell erleuchtet. besuchen Sie unbedingt die Basilika des Heiligen Nikolaus mit dem versilberten Altar, sie ist wirklich wunderschön. Katakolon ist nach meiner Ansicht den Weg nicht Wert, Olympia ist eine Ansammlung von Steinen und ich muss es nicht gesehen haben, wer sich allerdings dafür interessiert sollte den Landausflug buchen. Viel sehenswerter ist Istanbul, schon der Empfang durch die wasserspeienden Feuerlöschboote ist ein wunderschöner Blickfang der unbedingt im Bild festgehalten werden muss. Fahren Sie vom Hafen mit dem Taxi in die Stadt und dann besichtigen Sie die berühmte \\\"Blaue Moschee, die Hagia Sophia, die Neue Moschee aber beeilen Sie sich etwas, wenn Sie die Zisterne besichtigen möchten, diese schließt um 16.00 Uhr. Wir habens leider nicht mehr geschafft, auch der Topkapi Palast war uns dann doch zu zeitraubend. Den exotischen "Großen Bazar" haben wir uns allerdings nicht entgehen lassen, schließlich muss man aus einer solchen Stadt doch eine Erinnerung mitbringen. Eigentlich ist der Aufenthalt in Istanbul viel zu kurz um nur annähernd alle Schönheiten dieser Stadt zu sehen, sie würde einen weiteren Tag lohnen....oder einen weiteren Besuch. Für uns war der Aufenthalt in Istanbul um 19:30 Uhr zu Ende, aber auch die Fahrt aus dem Hafen war sehenswert, wir haben sogar unser Abendessen dafür unterbrochen. Durch die Dardanellen nahm die Olympia Explorer Kurs auf Mykonos, das wir am nächsten Morgen bei strahlendem Wetter erreichten. Bei einem Spaziergang durch Mykonos fanden wir einige sehr sehr schöne Fotomotive, z.B. einen kleinen Hund der in einem trockenen Hausbrunnen schlief und sich von den drängelnden Touristenmassen nicht stören lies, wunderschöne Bougainvilleen in den engen Gässchen und einen herrlichen weissen Strand der zum Baden einlud, was man leicht hätte machen können. Wir haben uns ein ruhiges Plätzchen gesucht, das es durchaus auch noch gibt, auch wenn mans fast nicht glauben kann, und den Ausblick aufs Meer genossen. Es war ein herrlicher Vormittag. Nachmittags gings weiter nach Santorini. Um in die Hauptstadt Thira zu gelangen, kann man entweder einen Esel mieten oder mit der Seilbahn fahren, wir haben die Seilbahn vorgezogen. Auf der Hauptstrasse reiht sich Geschäft an Geschäft, vor allem Goldschmuck und Souveniers können Sie hier erstehen. Die Strassen sind voller Menschen und auch abseits der Hauptstrasse herrscht reges Treiben. Kein Wunder, haben an diesem Nachmittag doch 5 Schiffe im Hafen festgemacht. Wenn Sie gut zu Fuss sind, machen Sie den Abstieg zum Hafen auf der Eselstreppe, aber lassen Sie sich nicht von den Eselstreibern abkassieren, die behaupten Sie müssten Wegegeld zahlen. Es war lustig und hat Spass gemacht, allerdings riecht man danach etwas streng. Am nächsten Morgen legen wir in Piräus an, dem Heimathafen unsere Schiffes. Wir fahren mit dem Bus in die Stadt. Der Aufstieg zur Akropolis ist etwas anstrengend aber es lohnt sich. Der Ausblick über Athen ist atemberaubend. Der Parthenon ist leider komplett eingerüstet und wird restauriert. Überall liegen nummerierte und markierte Gesteinsbrocken und es wird wohl noch Jahrzehnte dauern bis die Arbeiten abgeschlossen sind. Für den Rückweg haben wir uns noch einen Bummel durch Athen vorgenommen. Wir bummelten durch die Plaka, vorbei am Syntagma-Platz wo man den Palast der griechischen Könige bewundern kann, der heute Sitz des Parlamentes ist und dann zurück zum Hafen und auf unser Schiff. Nach diesem recht anstrengenden Tag genossen wir am nächsten Tag nur einen kurzen Rundgang durch die Gassen der Altstadt von Korfu und auf die neue Festung von wo aus man einen herrlichen Blick auf die Stadt, das Meer und das Landesinnere hat. Viel zu schnell mussten wir wieder an Bord, um zum Ausgangspunkt unserer Reise, Venedig zurückzukehren. Es gab allerdings nicht nur Landausflüge, auch die Aktivitäten an Bord sind erwähnenswert. Es gab Fitness am Morgen und Steppunterricht, Tae-Bo oder Quiz, Bord-Club für die die keinen Landausflug machen wollten und an Bord blieben, Kochvorführung, Cocktail-Stunde, Bridge, Italienischunterricht und noch vieles mehr. Und dann die allabendliche Show, die wirklich Klasse war und die wir uns wenn möglich nicht entgehen liesen. Vom Mitternachtsbuffet ganz zu schweigen. Schlemmen war angesagt und mit entsprechend mehr Kilos kamen wir auch zurück. Alles in Allem eine Fahrt an die wir uns immer gerne erinnern.
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