Kreuzfahrt, Reisebericht Gruppenreise mit der Olympia VoyagerWir starteten am 17.5. umd 14.00 Uhr in München am Neptunbrunnen mit einem sehr komfortablen Bus der Firma Ideal-Tours Richtung Genua. Unterwegs hatten wir am Rastplatz Aichstetten eine Pause von ca. 1. Std., da der Bus mit den restlichen Reiseteilnehmern vor Ulm im Stau steckte.Nachdem wir in Lindau auch die letzten Passagiere aufgenommen hatten, ging es zügig weiter bis zu unserem Hotel ich Chur, das wir am frühen Abend erreichten. Nach einem gemeinsamen Abendessen und dem ersten Beschnuppern untereinander gingen die meisten recht früh zu Bett, da die Weiterfahrt für den nächsten Morgen um 5.00 Uhr angesagt war. Alle waren pünktlich am Bus und wir erreichten Genua kurz vor der vereinbarten Zeit. Am Hafen angekommen war das Schiff zwar da, aber die Passagiere immer noch beim Ausschiffen, sodass wir mit dem Check-In fast eine Stunde warten mußten. Dann jedoch ging alles zügig und auch unser Gepäck stand nach einer Stunde vor der Kabinentür. Wir hatten unser erstes Meeting in der Sky Lounge und anschließend Schiffsführung mit Besichtigung der Kabinen und entsprechende Erläuterungen durch die deutschsprachige Hostess Reka. Am Abend gab es eine Hochzeitszeremonie an Bord. Das Brautpaar, gewählt von den Hörern von Bayern 1, hatte diese Reise und die Zeremonie gewonnen. Die Trauung wurde von Kapitän Kritikos vorgenommen und ins Deutsche übersetzt und wir waren als Hochzeitsgäste eingeladen, an der Feier teilzunehmen. Es gab anschließend für alle ein Barbeque auf dem oberen Deck und für alle Hochzeitsgäste noch ein Stück Hochzeitstorte. Dieses Arrangement kann übrigens von jedem Brautpaar gebucht werden und enthält neben der Trauungszeremonie durch den Kapitän das Blumenarrangement, die Hochzeitstorte und den obligatorischen Sekt. Es war ein langer und wunderschöner Abend vor der Kulisse von Nizza. Viele Gäste haben die Gelegenheit genutzt Nizza oder Monte Carlo zu erkunden, sodass an Bord eine himmlische Ruhe herrschte und man den Sonnenuntergang über Nizza wirklich genießen konnte. Gegen 1.00 Uhr verliess die Olympia Voyager Nizza in Richtung Rom und am nächsten Vormittag legten wir bei strahlendem Sonnenschein im Hafen von Civitaveccia an. Der Ausflug den wir unternahmen war kombiniertes Programm mit Busrundfahrt durch Rom und Zeit zur freien Verfügung. Erste Station war der Vatikan, wo wir eigentlich den Petersdom besichtigen wollten. Leider... oder besser zum Glück, war die für Mittwoch vorgesehene Audienz beim Papst auf Montag vorverlegt worden, sodaß der Petersdom geschlossen war, aber wer kann außer uns schon von sich behaupten das er an Stelle des Petersdoms den Papst live gesehen hat, wenn auch nur aus der Ferne. Weiter ging es zu Fuss zur Piazza Navona und zum Pantheon, wo wir eine Stunde Freizeit hatten. Anschließend waren wir noch an der Fontana di Trevi, und so mancher warf eine Münze in den Brunnen. Von hier gings zurück zum Bus, mit dem wir die Stadtrundfahrt fortsetzten. Den Abschluss bildete das Kolosseum, ein Monumentalbau in dem man immer noch die Geschichte Roms spürt, und der Titusbogen mit seinen sehr gut erhaltenen Fresken. Müde und angefüllt mit fantastischen Eindrücken aus der Ewigen Stadt Rom, machen wir uns auf den Rückweg zu unserem schwimmenden Hotel. Nach dem gemeinsamen Abendessen zerstreut sich die Gruppe schnell. Am nächsten Morgen haben wir schon in Messina angelegt, als so nach und nach alle zum Früstück erscheinen. Das Frühstück ist übrigens ein Thema über das es einige Diskussionen gab. Ich empfehle den Gästen die nicht unbedingt ein amerikanisches Frühstück mögen, unbedingt ins Restaurant zum Frühstück zu gehen, da ist die Auswahl bedeutend größer als am Bufett in der Garden Lounge. Den Vormittag in Messina hatten wir zur freien Verfügung. Einige haben den Landausflug mitgemacht, wir waren auf eigene Faust in Messina und der Rest genoss den herrlichen Sonnenschein. Mittags legte die Olympia Voyager ab Richtung Kusadasi. Nachmittags hatten wir Meeting und anschließend noch etwas Zeit zur freien Verfügung. Wir suchten uns ein windgeschütztes Plätzchen an Deck um zu lesen oder zu diskutieren, auch der Pool wurde von einigen genutzt. Abends war Captains Cocktail und Gala-Abend mit Vorstellung der Offiziere. Leider hat das an diesem Abend wirklich ausgezeichnete Essen so lange gedauert, das wir nur noch ein paar Minuten der Welcome Gala-Show gesehen haben. Als wir am nächsten Morgen aufwachten, befanden wir uns schon vor der Küste Griechenlands. Nach einem ausgiebigen Frühstück suchten wir uns ein schönes ruhiges Plätzchen an Deck und genossen den Vormittag. Nachdem das Schiff in Kusadasi angelegt hatte, begaben wir uns gleich auf unseren Ausflug nach Ephesus. Erst besuchten wir das Haus der Jungfrau Maria, in dem sie angeblich die letzten Jahre ihres Lebens verbracht hat und auch gestorben sein soll. Heute ist es eine Kapelle, die auf den Resten des alten Hauses errichtet wurde. Anschließend besuchten wir die Ausgrabungen. Ich empfehle jedem festes Schuhwerk und eine Kopfbedeckung. Es kann sehr glatt sein auf den Marmorplatten und es ist sehr heiß und kaum Schatten. Durch den stetigen Wind bemerkt man das aber nicht und kann sich einen schlimmen Sonnenbrand zuziehen. Ephesus ist wirklich einen Ausflug wert. Die Stadt war einstmals ein großer Hafen an der Mündung des Mäanderflusses und der Tempel der Artemis ist eines der sieben Weltwunder der Antike. Sie galt außerdem als wichtiges Zentrum der frühen Christenheit. Im Jahr 1863 begannen die ersten Ausgrabungen, die einen Großteil der Stadt ans Tageslicht brachten. Von Ephesus fuhren wir zurück nach Kusadasi und hatten noch etwas Zeit, den Basar zu besuchen bevor wir wieder auf dem Schiff sein mussten. Die Olympia Voyager legte ab in Richtung Samos, wo Sie vor der Insel vor Anker ging. Leider klappte unser vorgezogenes Abendessen nicht, sodass wir unsere Tenderboote nicht rechtzeitig erreichten und erst mit dem letzten an Land gebracht wurden. Deshalb blieb nur Zeit für einen Spaziergang entlang der Hafenstrasse oder ein Glas des berühmten Weines in einem der Restaurants im Hafen. Wir fuhren mit einem der letzten Tenderboote zurück und machten uns genüßlich über das Mitternachtsbufett her, das es übrigens jeden Abend gab. Den Donnerstag vormittag in Rhodos verbrachte jeder wie er wollte. Ich machte einen kleinen Fotobummel am Hafen entlang in die Altstadt und auf die Burg. Auf dem Rückweg zum Schiff verfiel ich doch noch dem Kaufrausch. Auf dem Schiff angekommen stellte ich fest, das es nicht nur mir so ergangen war. Mittags legte die Olympia Voyager ab Richtung Kos und wir hatten mal wieder ein Meeting in der Sky-Lounge. Da das Meer ruhig war, konnten wir im Hafen von Kos anlegen, sodass diesmal leider das Tendern ausfiel. Wir machten einen Rundgang durch die Inselhauptstadt Kos, die mehr als 2000 Jahre Geschichte zu bieten hat. Ich muss allerdings sagen, das ich dieser sog. Party-Insel nicht viel abgewinnen konnte. Allerdings war die Zeit dort auch zu kurz um alles kennen zu lernen. Am Freitag Morgen um 4.00 Uhr liefen wir im Heimathafen unseres Schiffes, Piräus, ein. Die Mannschaft putzte das Schiff und an Schlaf war wegen des Lärms nicht mehr zu denken. Sehr früh machten wir uns auf zum Reederei-Besuch und zur anschließenden Stadtrundfahrt durch Athen. Ausgerechnet auf dem Weg zur Akropolis begann es zu regnen. Zum Glück nicht sehr stark und auch nicht lange. Allerdings ist die Akropolis bei trübem Wetter lange nicht so schön wie bei Sonnenschein. Das kleine Museum war allerdings auch bei diesem Wetter beeindruckend und ich würde den Besuch unbedingt empfehlen. Auf dem Rückweg besuchten wir noch den Jachtclub von Athen, wo wir auf der Terrasse ein excellentes Mittagessen einnahmen und einen herrlichen Blick auf das Meer und die Kulisse von Athen hatten. Am Abend gab es den obligatorischen "griechischen Abend" und blau-weiss war angesagt, vor allem bei der Kleidung der Gäste. Die anschließende Show wurde mit griechischen Tänzen und griechischer Musik von einigen Mannschaftsmitgliedern, der Showtruppe und dem Bouzouki-Spieler Haris gestaltet. Den Samstag verbrachten wir auf See und diesen Tag haben wir auch gebraucht, es war doch eine recht anstrengende Woche. Nachmittags hatten wir noch Brückenbesichtigung und abends einen Abschiedscocktail mit dem Kapitän und anschließend das Abschieds-Gala-Dinner mit einem ausgezeichneten Essen und der obligatorischen brennenden Eisbombe. Anschließend hies es Koffer fertig packen und vor die Kabinentür und ab ins Bett...für einige auch in die Disco und die Nacht nochmal durchgetanzt. Am nächsten Morgen um 7.00 Uhr mußten die Kabinen geräumt sein, es geht nach Hause. Das Ausschiffen geht recht reibungslos, allerdings hatte unser Bus 2 Std. Verspätung. Die Heimreise verlief ruhig und angenehm, die Betreuung im Bus ist ausgezeichnet und wir sind pünktlich wieder in München. Insgesamt 2.610 Seemeilen sind wir mit der Olympia Voyager gereist und es war keine Minute langweilig, auch wenn es an Bord eher ruhig zuging. Kalo Taxidi
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